
Tätigkeit als Rechtsanwalt
Seit 1994 Rechtsanwalt mit Schwerpunkt öffentliches Recht, Arbeitsrecht, Berufsrecht der Freien Berufe.
Tätigkeit als Syndikusrechtsanwalt
Seit 2019 Geschäftsführer und Syndikusrechtsanwalt des bayerischen Bäckerverbandes (Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk) mit 46 Bäcker-Innungen und 1.122 Innungs-Bäckereien in Bayern, Leitung der Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks.
Tätigkeiten in der Rechtsanwaltskammer München und für die Bundesrechtsanwaltskammer
1996 bis 2016 Geschäftsführer und Hauptgeschäftsführer der Rechtsanwaltskammer München,
2018 bis 2019 und seit 2022 Mitglied des Vorstands der Rechtsanwaltskammer und der Vorstandsabteilungen I (Berufsrecht), VII (Aus- und Fortbildung), XII (Vermittlung) und XIV (Anwaltsrichterwahl),
1997 bis 2016 Mitglied im Datenschutzrechtsausschuss der BRAK,
seit 2019 Mitglied in der Satzungsversammlung.
Mitgliedschaften und ehrenamtliches Engagement
1997 bis 2026 Mitglied im geschäftsführenden, seit 2026 im erweiterten Vorstand der Münchener Juristischen Gesellschaft, seit 1996 Mitglied im Münchener AnwaltVerein, 2019 bis 2025 Mitglied der Seehaus-Initiative, seit 2022 Hilfsprojekt der bayerischen Bäcker für die Ukraine (Brot für Kriegsopfer und Flüchtlinge), Mitglied im Alumni-Verein der Universität Passau und im Kirchenverwaltungsrat St. Michael in Zell.
Lehrauftrag, Moot Court
Seit 2009 Lehrauftrag für anwaltliches Berufs- und Haftungsrecht an der Universität Passau,
2018 bis 2021 Juror beim Soldan Moot Court des Instituts für Prozess- und Anwaltsrecht an der Leibniz Universität Hannover.
Wissenschaftliche Beiträge
Zahlreiche Beiträge in der juristischen Fachpresse (NJW, DÖV, BayVBl) zum Gesellschafts-, Datenschutz- und Berufsrecht; Mitautor in Henssler/Streck, „Handbuch Sozietätsrecht“ und Remmertz, Rechtshandbuch Legal Tech-Strategien für Rechtsanwälte.
Verdienstmedaillen
2002 Verdienstmedaille der Rechtsanwaltskammer München und 2004 des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz für besondere Verdienste um die Rechtsanwaltschaft und die bayerische Justiz.
Meine Ziele:
Transparenz, Mitbestimmung und Demokratie,
eine Kammer, bei der jede und jeder gerne Mitglied ist,
insbesondere
- eine mitgliederfreundliche und serviceorientierte Rechtsanwaltskammer, die von ihren Mitgliedern geschätzt wird („Wir sind die Kammer“),
- beschleunigte Verfahren bei Zulassungen und Fachanwaltsbezeichnungen,
- Beratungsleistungen bei Existenzgründung, Kanzleizusammenschlüssen, berufsrechtlichen Fragen, Gebührenabrechnungen und Kanzleiabwicklungen,
- Überprüfung der Finanzen der Rechtsanwaltskammer nach Einsparungspotenzialen und Möglichkeiten der Absenkung des Kammerbeitrags,
- Einführung von zeitunabhängigen Fortbildungsangeboten per Kammer-Mediathek,
- Einführung einer digitalen Teilnahmemöglichkeit an der Kammerversammlung und von schriftlichen bzw. hybriden Abstimmungen und Beschlüssen mit allen Mitgliedern.
Zum Schluss noch das Seehaus der Rechtsanwaltskammer:
Das Seehaus der Rechtsanwaltskammer München war die frühere Seevilla des berühmten Münchener Professors Max von Pettenkofer in Seeshaupt am Starnberger See. Die Kammer hatte die Villa Mitte der 1980er Jahre unter der Auflage geerbt, dass „der gesamte Grundbesitz der Spekulation entzogen und einem edlen Zweck zugeführt werden soll“, zudem das Anwesen „zu einem Heim zu gestalten, welches vorwiegend Angehörigen des Anwaltsberufes zur Erholung, Alterssicherung und ähnlichen Zwecken dienen soll.“ Von 1985 bis 2019 diente das Haus für Sitzungen, Fortbildungsveranstaltungen, Festen von der Kammer und von Kammermitgliedern und zu Erholungszwecken. 2025 wurde es aufgrund eines Beschlusses der sechs Präsidiumsmitglieder für Euro 9,2 Mio. (nach der Wertschätzung davor war der Grund- und Immobilienbestand mindestens Euro 10,5 Mio. wert) verkauft. Ich war damals Mitglied der sogenannten Seehaus-Initiative, die den Verkauf verhindern und die Wiedereröffnung erreichen wollte. Dieses Ziel haben wir leider nicht erreicht. Wir müssen uns mit der aktuellen Situation abfinden und jetzt mitwirken, mit dem Geld das Beste zu machen. Ich kann aber nicht verhehlen, dass ich den Verkauf des Seehauses dennoch nach wie vor für einen Fehler halte. Wir hätten andere Lösungen suchen und finden können.
Allen Unterstützern der Seehaus-Initiative möchte ich an dieser Stelle nochmals meinen aufrichtigen Dank sagen. Ohne den großen Rückhalt unter den Kolleginnen und Kollegen hätten wir die teilweise erfolgreichen Maßnahmen und Aktionen nicht durchführen können. Wir haben ein klares Zeichen der Demokratie gesetzt, auch wenn wir am Schluss uns leider nicht durchsetzen konnten. Bewahren wir ein wachsames Auge, was mit unserem Kammervermögen gemacht wird!
Ich bitte um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme für die Vorstandswahl 2026
Ihr
Stephan Kopp